Christentum in Japan

Christentum in Japan

Das Christentum wurde 1549 von dem Jesuiten Missionar Francisco Xavier ins Land gebracht. Die Ankömmlinge und der amtierende Daimyô ODA Nobunaga (1534-1582) trafen eine Vereinbarung: Die Christen konnten ungehindert ihre Lehre verbreiten, wenn die Europäer ODA im Gegenzug mit Waffen versorgten. ODA kamen die Missionare gerade recht, da er in ihnen eine Möglichkeit sah, die Macht der erstarkten buddhistischen Klöster zu schwächen. Nach ODA Nobunagas Tod verbot sein Nachfolger TOYOTOMI Hideyoshi (1537-1598) die Relgion, da er sie als Gefahr für das bestehende Klassensystem ansah.

Sein Nachfolger TOKUGAWA Ieyasu (1543-1616) sah die Europäer und ihre sich rasch verbreitende Religion als großes Problem, dem er durch Hinrichtungen und Vertreibungen beizukommen versuchten. Ungeachtet dessen strömten weiterhin Missionare von Europa nach Japan, um ihren Glauben zu verbreiten. Es kam zur Shimabara Revolte, die darin endete, dass 37.000 Aufständische hingerichtet wurden. Ieyasus Enkel TOKUGAWA Iemitsu (1604-1651) veranlasste im 1638 Japan für das europäische Ausland schloss. Japan verblieb bis 1853 in der selbstgewählten Isolation und trieb nur noch über die künstlich angelegte Insel Deshima Handel mit China und den Niederlanden. Eine Öffnung des Landes wurde 1853 von den Amerikanern erzwungen, die ihrer Forderung durch das Aussenden einer Flotte von Kriegsschiffen unter dem Kommando von Commodore Matthew Calbraith Perry Nachdruck verliehen.

Als Folge des Shimabara-Aufstands hatte TOKUGAWA Iemitsu erlasen, dass die Ausübung des christlichen Glaubens mit dem Tode bestraft wird. Erst gegen Ende der Edo-Zeit im Jahr 1867 wurde eine Religionsfreiheit in Japan zugelassen. Doch während des pazifischen Krieges wurden Christen als amerikanische Spione angesehen und weiterhin unterdrückt. Heute gibt es etwas mehr als eine halbe Million Japaner christlichen Glaubens.

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