Taoismus

Taoismus

Auch wenn viele Menschen davon ausgehen, dass der Taoismus von dem legendären chinesischen Philosophen Lao Zi ausging, ist diese Annahme nicht ganz richtig. Es ist vielmehr so, daß die Tao Philosophie des Lao Zi eine wichtige Komponente des Taoismus ist.

Aber was ist nun Taoismus? Im Grunde kann man ihn nur schwer fassen. Man könnte ihn am ehesten als eine Mischung aus nativen Religionen des alten China, Wahrsagerei, konfuzianischem Zeremoniell, indischem Buddhismus und der Tao Philosophie von Lao Zi und Shuang Zi bezeichnen.

Auch wenn Taoismus nicht so populär ist in Japan, so hat er doch die Japanische Kultur beeinflusst. Die Tao-Philosophie basiert auf den Schriften Lao Zis und Shuang Zis. Die Texte sind recht vage gehalten, so dass den Lesern viel Interpretationsspielraum bleibt. Daher wurden seit der Veröffentlichung unzählige Anmerkungs- und Interpretationsbände herausgegeben. Die philosophische Idee geht von einem Wesen aus, jenseits dessen, was sich ein Mensch vorstellen kann. Eine universelle Einheit, die alles in sich trägt, genannt Tao. Tao wird traditionell als „der Weg“ übersetzt. Tao erreicht man nicht durch Meditation oder ähnliches, sondern einzig und alleine durch „natürliches Leben“. Dies ist selbstverständlich eine recht schwammige Aussage und mag auch mit dafür verantwortlich sein, warum Taoismus nie so recht populär in Japan wurde.

Trotzdem gab es im mittelalterlichen Japan sogenannte sennin. Dies waren gläubige Taoisten, die ihrer Ansicht zum Tao gelangt waren. Das barg einige Vorteile gegenüber dem normalen, irdischen Leben: Das Tao erreicht zu haben hatte den Nebeneffekt, unsterblich zu sein. Folgerichtig musste nichts mehr gegessen werden und als sennin konnte man mit den Wolken fliegen. Damit es bei solch einer Aktivität nicht allzu viele Schaulustige gab, die den Status gegebenenfalls in Frage hätten stellen, waren sennin in der Regel Eremiten, die in der Wildnis und im Nebel lebten.

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