Love Hotels

Unterkünfte mit stundenweise vermieteten Zimmern

Love Hotels

Was ein Love-Hotel (rabu-hoteru) ist, kann man sich dem Namen nach schon beinahe vorstellen: Ein Hotel, welches stundenweise gebucht werden kann und in das sich Paare (oder auch Einzelpersonen) zurückziehen, um sich mit Sex oder dem Betrachten von pornographischen Videos zu unterhalten.

Dabei sollte man sich allerdings nicht billige, schmierige Absteigenzimmer vorstellen, in denen sich Liebeshungrige zu vergnügen suchen, sondernPreisschild eines Lovehotel eher besondere Erlebnis-Unterkünfte für Erwachsene. Hier wird neben einem Kingsize-Bett, welches auch schon mal in Form eines Herzens sein und eine Massagemechanik haben kann, z.B auch ein Whirlpool im Zimmer (auch mit Rutsche vom Bett aus), ein überdimensionaler Fernseher oder ein spezielles „Themen-Zimmer“ angeboten, welches unter Umständen das Aussehen eines Krankenhauszimmers oder eines Zugabteils haben kann.
Ein Lovehotel ist von Aussen meist deutlich als solches zu erkennen: Neon-Licht oder eine sehr ausgefallene Architektur des Gebäudes, die eher an ein Märchenschloss aus dem Disneyland erinnert, als an ein Hotel.

Wer sich in ein Love-Hotel zurückzieht, sucht dort die diskrete, ungestörte Freude. Dies können entweder Paare sein, die sich bedingt durch den allgegenwärtige Platzmangel sonst nirgends in Ruhe sexuell ausleben können (junge Paare leben in Japan oft auch nach ihrer Hochzeit noch bei den Eltern, was bedingt durch dünne Wände schon eine erhebliche, sexuelle Einschränkung bedeuten kann) oder einfach nur Abwechslung suchen, oder Menschen, die hier heimlich ihren Affären nachkommen wollen.

Auch wenn Japan sonst eher teuer ist, scheinen Love-Hotels zu den zum Leben wichtigen Grundgütern zu gehören, die durchaus erschwinglich sind (auch hier gibt es Ausnahmen ganz exklusiver Love-Hotels, die mehr als nur teuer sind): 4.500-13.000 YEN kosten 2 Stunden und zu später Stunde können die Zimmer oft zu einem günstigen Preis auch für die restliche Nacht gemietet werden, was die Zimmer auch für Touristen, die des Japanischen ein wenig mächtig sind, interessant macht.

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